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16

Nov

2010

DSL Ausbau VG Pleißenaue Thüringen

Am Samstag den 13.11.2010 fand in Fockendorf (Thüringen) ein erstes Informationstreffen zum Thema Breitband Ausbau statt. Der DSL Ausbau in den Orten der VG Pleißenaue ist schon seit längerem Thema in der örtlichen Kommunalpolitik, als auch unter den Bürgern und Gewerbetreibenden. Anfang Juli 2010 sind interessierte Bürger an die Firma AirNet Internet Service herangetreten um zu erfahren, ob und unter welchen Umständen ein Ausbau mit DSL in der Region Fockendorf und Treben möglich ist. Seit dem haben sich ca. 50 Interessenten gemeldet bzw. Bedarf für einen schnellen DSL Anschluss angemeldet. Diese Anmeldungen kamen hauptsächlich von Bürgern und Firmen aus den Orten Fockendorf und Treben.

 

Nach dem ein gewisser (wenn auch mäßiger) Bedarf in der unterversorgten Region um Fockendorf und Treben festgestellt werden konnte, bemühte sich AirNet Internet Service um das Gespräch mit örtlichen, kommunalen Instanzen. Unser erster Ansprechpartner in dieser Sache war der Vorsitzende der Verwaltungsgemeinschaft Pleißenaue. Der Kontakt zum Vorsitzenden der VG Pleißenaue, Herrn Melzer war von Anfang an konstruktiv. Seine Ausführungen zu dem Hauptanliegen - den DSL Ausbau in der Region um Fockendorf und Treben, als auch den anderen dazugehörigen Orten voranzutreiben, ist durchweg plausibel und glaubwürdig.

 

Die politische Struktur der Verwaltungsgemeinschaft Pleißenaue lässt hier allerdings nur sehr wenig Handlungsspielraum. Der Vorsitzende, Herr Melzer ist in dem Fall kein Bürgermeister, vielmehr tritt er als Vermittler der fünf einzelnen Bürgermeister auf, um gemeinsame Interessen der Verwaltungsgemeinschaft Pleißenaue zu bündeln und für das gemeinsamen Wohl umzusetzen. Dabei erfuhren wir höchstes Arrangement seitens Herr Melzer zur Thematik des Breitband und DSL Ausbau.

 

Zu der Informationsveranstaltung am Samstag den 13.11.2010 in Fockendorf, kamen neun Besucher. Sieben Einwohner aus Treben und zwei Interessenten aus Fockendorf waren anwesend. Eventuell war der Termin etwas unglücklich gewählt, da zum selben Zeitpunkt auch ein Fußballspiel stattgefunden hatte.

 

Im Gespräch erläuterten wir, dass es grundsätzlich notwendig sei, dass Einwohner, Gemeinderäte und Bürgermeister der einzelnen Orte miteinander kommunizieren müssten. Im Ergebnis einer weiteren Lösungsfindung ist dann die Zusammenarbeit der einzelnen Bürgermeister notwendig. Hierbei hat Herr Melzer schon die notwendigen Vorarbeiten geleistet.

 

Weiterhin zeigten wir an diesem Nachmittag auf, dass es für die mittel- bis langfristige Zukunft keineswegs vorteilhaft wäre, wenn ein Mittelständiger Provider sofort mit dem DSL Ausbau beginnen würde. Stark vereinfacht ausgedrückt hätten wir in dem Ergebnis folgenden Effekt:

 

Ein mittelständiger Provider könnte problemlos ohne Fördermittel ein Breitband Netz projektieren um in Fockendorf und Treben den DSL Ausbau zu realisieren. Aus marktwirtschaftlicher Sicht wird dieser Provider die für ihn kostengünstigste Technik verwenden, die gerade so ausreichen würde um DSL 2000 anbieten zu können. Nach heutiger Ansicht und Feststellung der Bundesregierung, gelten Haushalte in Orten und Gemeinden mit bis zu 2000kbp/s im Downstream vorerst als versorgtes Gebiet. Der jeweilige Provider würde nach dem Vorgaben und der Rechtsprechung das fertige und betriebsfähige DSL Netz der Bundesnetzagentur melden. Die Konsequenz daraus wäre, dass Fördermittel für „erschlossene“ Gebiete in der momentanen Zeit vorerst nicht oder nur sehr schwer zu bekommen sind.

 

Um mittel- bis langfristig eine befriedigende Lösungen zu forcieren, sollte der DSL Ausbau in der VG Pleißenaue mit Geschwindigkeiten von mindestens 6000kbp/s angestrebt werden. Die zu verwendende Technik sollte schon beim Ausbau die technische Aufschaltung für DSL 16000 beinhalten. Dies ist allerdings auf Grund der Kosten nur über Fördermittel möglich.

 

Sofern Sie sich an der Diskussion beteiligen möchten, bitten wir Sie um Netiquette und einen freundlichen Umgangston. Anonyme als auch unsachliche sowie beleidigende Einträge werden kommentarlos gelöscht.

ACHTUNG – aus gegebenen Anlass neuer Thread zum Thema

 

neuer Thread -> DSL Fockendorf / Treben

Kommentare: 18 (Diskussion geschlossen)

  • #1

    GLASundBESCHLAG (Dienstag, 16 November 2010 16:08)

    Sehr geehrter Herr Grau,
    werte Interessenten an schnellem DSL in der VG Pleißenaue.

    Zunächst möchten wir uns als Firma www.glasundbeschlag.de
    (B. Schulter & A. Polter GbR) recht herzlich bei Herrn Grau für die Bemühungen und die Zeit am letzten Samstag bedanken.

    Wir selbst benötigen sehr dringend schnelles DSL und können darauf auch keine großen Zeiträume mehr warten.
    Zur Folge hätte dies dann die Abwanderung unseres Unternehmens aus der VG.

    Da wir uns in den politischen Strukturen selbst nicht auskennen/auskannten sind uns erst einmal die politischen Zusammenhänge deutlicher geworden.
    Um so erfreulicher ist es, wenn wir lesen, dass Sie gutem Kontakt zu Herrn Melzer stehen und erhoffen uns daraus positive Signale in Richtung der DSL-Umsetzung.

    Verwunderlich dürfen wir uns darüber zeigen, dass wir heute morgen (16.11.2010)von einer Person kontaktiert wurden, welche uns deutlich machen wollte, dass
    der Ausbau via Richtfunk seiner Meinung nach (Name ist uns bekannt) nicht zukunftsfähig wäre. Weiterhin wurde in dem Gespräch die Technik, unserer Ansicht nach, „schlecht geredet“. Da wir in der Hinsicht der Technik auch Laien sind, uns aber trotzdem bereits länger damit beschäftigen, sind die Argumente nicht nachvollziehbar.
    Vielmehr hat dies für uns den Anschein, die Arbeit der Initiative, ggfs. zu beeinflussen oder in die Richtung zu bringen, auf den Ausbau des DSL-Netzes via Glasfaser zu hoffen / warten / mitzusteuern.

    Da dürfen wir doch hier offen die Frage stellen, warum hat sich diese Person nicht aktiv an der Diskussion am Samstag beteiligt, oder tritt an den Anbieter Airnet-DSL heran, um sich über den aktuellen Stand der technischen Möglichkeiten zu informieren ???
    Bestehen vielleicht noch andere Interessen in irgend einer Art und Weise ?

    Aus eigener Erfahrung in der Gemeinde Penig OT Lgl.-Oberhain dürfen wir berichten, dass Richtfunk durchaus eine funktionierende Technologie ist und sicherlich auch zukunftsfähig sein wird. Betrachtet man die gesamte technische Entwicklung in den letzten Jahren dürfte wohl jeder zu folgendem Schluss kommen:
    Die Technik entwickelt sich ständig weiter …

    Dabei haben wir auch die Darstellung von Airnet-DSL zu einem fiktiv ausschauenden Stadtnetz (oder nennen wir es einmal für uns hier „Gemeindenetz“) „durchforstet“.
    Die Darstellungen sind schlüssig und nachvollziehbar. Durchaus sind via Richtfunk Bandbreiten von 16.000 kbit/s und schneller realisierbar. Dies ist für jeden auch im Netz „nachzu-googlen“.

    Wir werden auch unseren Beitrag dazu leisten das Vorhaben voranzutreiben.

    Daher möchten wir Sie als Einwohner / Gewerbetreibende in der VG Pleißenaue um rege Beteiligung an der Initiative bitten. Kontaktieren Sie auch Ihre zuständigen Bürgermeister, um auf das bestehende Defizit bei DSL und Ihren dringenden Bedarf hinzuweisen.

    Gemeinsam als Bürger und Gewerbetreibende, in Zusammenarbeit mit der Kommunalpolitik, können wir zukunftsfähiges DSL hier vor Ort erhalten und dies sicherlich nicht erst in „den nächsten Jahren“.
    Derlei schwammige Aussagen wurden doch mehr als genug gemacht.

    Es ist Zeit zu handeln, es geht um die Zukunftsfähigkeit unserer Gemeinden !!!

    Bianka Schulter & A. Polter

  • #2

    Herr A. Treben (Dienstag, 16 November 2010 17:18)

    Wieso müssen sich die Bürger um DSL kümmern? In jeder Zeitung und überall steht es wird ausgebaut und es stehen Gelder zur Verfügung etc.pp Ist schon komisch das Alles. Ausgerechnet bei uns klappt wieder mal gar nichts.

  • #3

    G. (Mittwoch, 17 November 2010 09:23)

    Guten Morgen, Auch auf die Gefahr das der Eintrag gelöscht wird, ich habe eine Frage. Wenn ein DSL 2000 Anschluss mölglich ist ohne diesen Fördermittelkram so ist mir das lieber als dieses ganze Theater. Meine Frage: Da Sie ja einen upload von 500k anbieten so hat das DSL ja eine Uploadleistung von einen "normalen" DSL 6000 Anschluss wenn ich richtig informiert bin. Ist das richtig? Ich bezahle für mein 387k Anschluss mehr als ich bei Ihnen für 2000 bezahlen würde. Zum surfen und webseiten pflegen würde mir das voll ausreichen. Zumal ich ständig sehr umständlich nach Altenburg fahren muss um etwas wichtiges zu erledigen. Ich schreibe Ihnen noch eine Mail dazu.
    Was mich besonders ärgert, falls es wirklich nur um die Finanzierung geht das schnelle DSL hier her nach Fockendorf zu bringen so frage ich mich ernsthaft warum die "preiswerte" Lösung nicht einfach mal geprüft wird. Wenn mann die Ausführungen von Airnet richtig versteht so kostet das ja nicht einmal ein Bruchteil von dem was sonst so alles geschrieben wird. Noch verwunderlicher scheint die Tatsache das der Herr Polter angerufen wird und erklärt wird das diese Art und Weise des Ausbau nicht gut wäre. Ist das Zufall das das genau nach dem Samstagtreffen geschehen ist? Ich hoffe das Herr Polter später wenn es hart auf hart kommt auch Namen nennen kann. Wenn ich zur Existenssicherung nur extrem teuer und langsam ins Internet kann so will ich wissen wer den Alternativen Ausbau verhindert und warum!

  • #4

    airnet-dsl (Mittwoch, 17 November 2010 11:47)

    Sehr geehrter Herr G.
    wir haben Ihre e-Mail erhalten und können Ihren Unmut über die Gesamtsituation nachvollziehen. Wir möchten Ihnen nahelegen sich eventuell auf der Webseite: http://www.thüringen-online.de zu informieren. Es gibt durchaus Möglichkeiten bis dahin, dass Bürger aktiv am Breitbandausbau Ihres Ortes teilnehmen. Allein die Aussage: "Wofür zahle ich hier überhaupt Steuern" bringt niemanden weiter. Im Kompetenzzentrum für Breitband in Thüringen bzw. auf der für unsere Begriffe sehr informativen Webseite, finden Sie die Tatsache, dass es für Ihre Region keinen Bedarf gibt bzw. kein Bedarf angemeldet wurde. Wir wissen aus sicherer Quelle, dass es sehr wohl eine Bedarfserfassung für die VG Pleißenaue gegeben hat. Wenn sich allerdings die Einwohner, aus welchen Gründen auch immer, daran nicht beteiligt haben, so besteht für die offiziellen Stellen zwangsläufig kein Bedarf für schnelle DSL Anschlüsse in der VG. Hierbei pauschal die Schuld auf Kommunalpolitiker zu schieben ist kontraproduktiv und wenig hilfreich.
    Unter Umständen ist es möglich, dass auf Grund der neuen, eigenen Erhebung und den ca. 50 Rückmeldungen (hauptsächlich aus Fockendorf und Treben)eine neue Eintragung in den Bedarfsatlas erfolgen könnte. Wir würden den dafür zuständigen Stellen die erforderlichen Daten zur Verfügung stellen. Suchen Sie den Kontakt zu Ihrem Volksvertreter und bleiben Sie sachlich.
    Mit freundlichen Grüßen
    AirNet

  • #5

    André Polter (Mittwoch, 17 November 2010 16:05)


    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich möchte mich zum Beitrag von Frau/Herrn "G" beziehen und die Darstellung von uns, wie auch der Allgemeinheit Meinung vom Samstag aus der Veranstaltung, deutlich machen.

    Sicherlich ist der schnelle Ausbau mit DSL 2.000 möglich und für uns alle wünschenswert.
    ABER: wenn wir nicht die Initiative gegründet hätten würde immer noch nichts weiter passieren !

    Mit einer Kooperation von Kommune, Bürgern und Gewerbetreibenden erreichen wir letztlich zukunftsfähiges DSL - auch westentlich schneller als DSL 2000.
    Daher streben wir ja einen Ausbau, in der ersten Stufe, bis zu 6.000 kbit/s. an.

    Die Datenmengen erhöhen sich und ein DSL 2000 wird nicht auf Dauer zukunftsfähig sein und gerade darum geht es.

    Daher möchten wir natürlich auch ein zukunftsfähiges DSL-Netz hier vor Ort haben, nicht das wir dann in wenigen Jahren eine Lösung benötigen, welche am Ende alle teuer bezahlen müssen (durch die Flat´s z.B.) - oder eine solche Lösung die es dann am Ende nicht geben wird, da keine Fördermittel mehr erhältlich sind, da die Orte hier mit DSL 2000 als "versorgt" gelten.
    (hierzu führte AirNat erklärend bereits ganz oben aus)

    Werte Damen und Herren, wir bleiben dran und tun alles Mögliche in Zusammenarbeit mit AirNet-DSL um schnell eine Lösung zu schaffen, welche die Leute vor Ort zufrieden stellen kann und gleichzeitig zukunftsfähig ist.

    Wir lassen uns keinesfalls in unserem Betreben beeinflussen !!!

    Es grüßt herzlich
    André Polter

  • #6

    Familie mit 2 Kindern (Donnerstag, 18 November 2010 12:20)

    Hallo, bei uns kennt jeder jeden. Deshalb wollen wir unseren Namen nicht nennen. Unsere Meinung zum Thema ist das DSL2000 immer noch besser ist als gar nichts. Momentan haben wir einen Surfstick wo nicht nur die Geschwindigkeit zu wünschen übrig lässt sondern auch die Volumengrenze. Die Kinder sind heute direkt gezwungen Hausaufgaben mit dem Internet zu erledigen. In der Freizeit schauen die Kids auch schon mal auf youtube vorbei oder sind bei SchülerVZ. Niemand kann sich den Kampf vorstellen wenn schon Anfang oder Mitte des Monats das Volumen verbraucht ist. Erklären Sie das mal den Kindern. Unser Voting geht eindeutig zu dem sofortigen Ausbau. Zum surfen im Internet reichen uns DSL 2000 allemal. Hätten wir kein Haus wir wären hier schon weggezogen. Mit freundlichen Grüßen

  • #7

    Bürger aus Fockendorf (Donnerstag, 18 November 2010 17:08)

    Hallo Airnet. Für mich klingen Ihre Ausführungen zu DSL2000 ohne Fördermittel ein klein wenig nach Erpressung, wenn Sie wissen was ich meine...

  • #8

    airnet-dsl (Donnerstag, 18 November 2010 17:35)

    Sehr geehrter „Bürger“ aus Fockendorf,
    vorerst: Nein, wir wissen nicht was Sie meinen. Wir könnten uns aber sehr gut vorstellen, was Sie eventuell hätten meinen können. Sofern Sie auf die Abhandlung eines Providers anspielen, der ohne Fördermittel bis DSL 2000 ausbauen könnte, so möchten wir Ihnen gern folgendes mitteilen. Vor nicht allzu langer Zeit versuchte ein regionaler Provider aus Leisnig die Orte Fockendorf und Treben mit DSL zu erschließen. Dieses Vorhaben scheiterte letztendlich an der Zuführung der benötigten Bandbreiten für Ihre Orte. Wäre diese Unterfangen geglückt, so gäbe es wahrscheinlich (laut Webseite dieses Providers) jetzt bei Ihnen mehr oder weniger DSL 2000 und DSL 4000. Damit gälte die Region bis auf weiteres als versorgt.
    Unabhängig davon möchten wir sehr darum bitten objektiv zu bleiben.

  • #9

    G. K-H. (Freitag, 19 November 2010 15:04)

    Hallo,

    ich würde auch gern meine Meinung dazu äußern, auch wenn ich nun nicht zur Veranstaltung war.
    Ich beziehe mich auf die Info´s hier auf der Seite und die Mail von der Initiative. Es sollte wirklich nicht kurzfristig gedacht werden, so dass alle nach 2tausender DSL schreien. Es ist eine kurzfristige Befriedigung der Bedürfnisse, aber ich kann mir vorstellen das viele eine schnellere Leitung benötigen. Ich kenne das von meiner Arbeit, da ist eine langsame Leitung auf Dauer auch nicht zufriedenstellend. Wenn sollte richtig und zukunftsträchtig gebaut werden. Am Ende würde alles teurer werden. > Sofern es dann noch zu realisieren ist, als wenn man es nur einmal und dafür aber richtig anpackt.
    Und um mal auf den 2. Beitrag vor mir zu reagieren, warum sollte man eine Förderung durch beispielsweise an die Telekom wollen und dies aber hierbei Alternativen nicht ? Zumal es ja per Richtfunk schneller und billiger gehen soll ?

    Mich würde einmal interessieren wie die Bürgermeister der betroffenen Orte dazu stehen ?! Ich wünsche mir von diesen eine Unterstützung der Bürgerinteressen.

  • #10

    Gastro (Freitag, 19 November 2010 16:54)

    Hallo, zwar verstehe ich die ganze Diskusion nicht so richtig, aber wo ist das Problem? DSL 6000 ist nicht DSL 6000 weil es über Funk zu uns kommen könnte? Und(!) warum wurde nicht über KP2 Anträge gestellt? In Zeulenroda ging das ja auch verhältnismäßig schnell mit dem KP2. Aber der Zug ist wohl abgefahren :-(

  • #11

    Querulant (Freitag, 19 November 2010 17:27)

    Welche Möglichkeit gibt es noch wenn Fördermittel wie ELER, GAK oder GRW nicht greifen? Ich habe mich mal im Breitband Kompetenz Zentrum Thüringen umgeschaut und folgendes gefunden:

    Selbsttragende Finanzierung der Breitbandinfrastruktur:
    Dies ist der anzustrebende Standardfall.
    Hierfür ist es in der Regel ausreichend, wenn die Gemeinde bei der Akquise von zukünftigen Breitbandkunden behilflich ist. Sobald die sogenannte "kritische Masse", die für jeden Einzelfall (u.a. abhängig von Technologie und örtlicher Topologie) eine andere Größenordnung hat, erreicht ist, ist das Vorhaben selbsttragend.
    Die Infrastruktur des Anbieters wird aus den Einnahmen der akquirierten Verträge finanziert und die Kosten haben sich in der Regel zwischen 2 und 10 Jahren amortisiert. Der Zeitrahmen hängt unter anderem auch von der gewählten Technologie und den sich daraus ergebenden Erneuerungszyklen ab.
    Diese sind z.B. bei Glasfaser (FTTH) wesentlich länger als bei Kupfer (DSL) oder Funklösungen, da die Erweiterbarkeit unterschiedlich gut möglich ist und die technisch maximal mögliche Übertragungsrate unterschiedlich hoch ist.

    Die "Kritische Masse" kann und wird im Einzelfall nur zu erreichen sein, indem sich z.B. die Interessenten mehrerer Orte und/oder Gemeinden über die Grenzen der Gebietskörperschaft hinweg, zu einer Abnehmergemeinschaft zusammenfinden. Dies zu organisieren ist dabei eine der Aufgaben der betroffenen Gebietskörperschaften. Insbesondere bei Funkanbindungen ist das ein sehr erfolgversprechender Weg.

    Gefunden auf: http://www.xn--thringen-online-0vb.de/index.php?id=189

  • #12

    Gastro (Freitag, 19 November 2010 18:12)

    Ist echt irre aber das steht da wirklich. Unglaublich. Ist damit der Bürgermeister gemeint? oder was ist bei uns die "betroffene" Gebietskörperschaft.

  • #13

    Aus Treben (Samstag, 20 November 2010 16:48)

    Hallo an alle. Ich habe von diesem Blog gehört und möchte grundsätzlich sagen das ich gut finde das endlich einmal offen über dieses Thema gesprochen wird. Bedenken habe ich ob dies der richtige Ort ist. Begründen möchte ich es folgendermaßen: 1. nichts gegen die Firma Airnet und das Arrangement selbiger. Aber ist das hier die richtige Plattform? 2. Wenige haben schnelles Internet um diesen Blog überhaupt zu besuchen. Also ohne jemanden zu nahe zu treten - aber warum findet die Diskussion ausgerechnet auf einer Provider Seite statt? Wünsche ein schönes Wochenende.

  • #14

    André Polter (Sonntag, 21 November 2010 10:04)

    Sehr geehrte/r Dame/Herr "aus Treben",

    sicherlich hat nicht jeder Zugang zu diesem Medium.
    Als Initiator der Initiative DSL haben wir aber auch einiges getan und mehrere hundert Euro investiert, um die Menschen / Firmen zu erreichen. So zum Beispiel wurde eine Anzeige im Amtsblatt der VG am 01.09.2010 geschalten.
    Firmen wurden direkt per eMail oder Fax angeschrieben.
    Weiterhin wurden / werden wir unterstützt von der Bäckerei Schulze, der VR-Bank in der GSt. Treben und der Regelschule in Treben, welche alle einen Info-Aushang ermöglichten.

    Alle Interessenten wurden zur Infoveranstaltung eingeladen per eMail und Telefon - oder wenn nur Telefon vorhanden, dann ist dies eben nur auf diesem Wege möglich.

    Dazu gab es eine Infoveranstaltung, an dem alle Interessenten hätten teilnehmen können.

    Es ist leider schwierig Allen gerecht zu werden, aber auch nicht möglich "von Haus zu Haus zu ziehen", um jeden anzusprechen. Selbst da geht eine Diskussion nur über ein zentrales Treffen. Im Moment würde ich davon ausgehen, dass hierzu in der Zukunft nochmals eines stattfinden wird, wenn es wichtige Neuerungen gibt.
    Zwischenzeitlich dient dieser Blog als Diskussionsplattform, welche freundlicher Weise von AirNet zur Verfügung gestellt wird.

    Wir bündeln nach wie vor die Interessenten und es werden immer mehr. Daher: sprechen Sie mit Verwandten / Freunden und Bekannten, wenn Interesse besteht sollen diese sich bitte bei AirNet oder bei der Initiative DSL per Telefon oder eMail: initiative-dsl(at)glasundbeschlag.de melden.

    Bei Klick auf den Namen werden Sie auch direkt zum Link der Initiative geleitet. Auf der Seite stehen alle Kontaktdaten nochmals zur Verfügung.

  • #15

    Admin (Sonntag, 21 November 2010 12:02)

    zu Eintrag #12 / Gastro Gebietskörperschaft

    Bei einer Gebietskörperschaft handelt es sich um eine Organisationseinheit, die in bestimmten Teilen des Staatsgebietes einzelne Aufgaben zu erledigen haben. Dabei ist die Gebietshoheit auf einen räumlich begrenzten Teil des gesamten Staatsgebietes begrenzt. Diese Hoheit umfasst auch die Einwohner, wobei die wahlberechtigten Einwohner (Bürger) gesetzliche Vollmitglieder der Körperschaft sind. Aufgaben und Grenzen der jeweiligen Gebietskörperschaft sind in der Verfassung geregelt. Staatsrechtlich bezeichnet wird die Arbeitsweise unterhalb der Landesebene als Selbstorganisation. Diese sogenannte kommunale Selbstverwaltung wird durch die eigenen Organe wie Bürgermeister und Gemeinderat getragen, die den Ihnen zugewiesenen Aufgaben zu erfüllen haben. Die Einwohner (Bürger) die als Vollmitglied Ihrer Hoheit gelten, wählen direkt Ihre Vertreter (Bürgermeister, Gemeinderat)

  • #16

    H. (Dienstag, 23 November 2010 12:36)

    Von welcher Größenordnung an Investitionsmitteln ist die Rede um Treben mit mindestens DSL6000 zu erschließen? MfG

  • #17

    Sponsor gesucht ;-) (Dienstag, 23 November 2010 13:47)

    Vielleicht findet sich auch ein Sponsor der sich am Ausbau beteiligt oder wir gründen so eine Art Bürgeraktie... Würde mich mit 250 Euro beteiligen, wäre dann nur noch die Dividende auszuhandeln *schmunzel*

  • #18

    Admin (Mittwoch, 24 November 2010 10:30)

    zu H. / #16
    Bei optimalem Standort des Sektors (hohes Haus, Schornstein oÄ)würde der Ausbau mit technisch verfügbaren DSL 6000 grob geschätzt 15.000 Euro kosten (Auf keinen Fall mehr). Hier sind zur optimalen Lastverteilung 2 Sektoren Standorte eingerechnet.
    -
    Warum "technisch" verfügbar? Weil die Technik in der Lage ist jedem Haushalt mit 6000 kbps zu versorgen. Hierbei muss allerdings bedacht werden, dass nur durch eine Mindestkundenanzahl diese Bandbreiten auch finanziert werden kann. Deshalb wäre es von Vorteil Fockendorf und Treben zu Beginn als Gesamtnetz zu erschließen.