Long Term Evolution - LTE

Februar 2011


Der Ausbau von LTE geht voran. Die einzelnen Gebiete sind in vier Prioritätsstufen eingeteilt nach dem ausgebaut wird. So wird es bis zu 5 Jahren dauern bis der Ausbau aller vier Prioritätsstufen erreicht sein wird.

 

LTE Theorie und Praxis

LTE – Theorie und Praxis - September 2010

 

100 Mbit pro Sekunde. Dies versprechen vollmundig, zumindest theoretisch, die neuen LTE Geschwindigkeiten.

 

LTE (Long Term Evolution) ist eine Abkürzung für die mittel- bis langfristige Weiterentwicklung des Mobilfunkstandards UMTS. LTE wurde entwickelt um gerade für Datendienste wie mobiles Internet höhere Datenraten und schnellere Reaktionszeiten (Latenz) zu bieten. In der Presse werden oft unrealistische maximale Datenraten bis zu 100 Mbit/s zitiert.

 

Diese hohen, rein theoretischen Leistungsdaten basieren auf nicht realistischen Kanalbandbreiten jenseits der jetzt versteigerten 10 MHz-Pakete und setzen nur wenige Internet und Handynutzer pro Mobilfunkzelle, sowie den zukünftigen Einsatz von Mehrantennentechniken voraus. In der Realität wird die nutzbare Datenrate wohl auf absehbare Zeit eher bei einigen Mbit/s liegen. (Quelle: br-online.de)

LTE Telekom

Unsere Kunden werden mit 2 Mbit pro Sekunde surfen können“, sagt Georg von Wagner, Sprecher der Telekom auf Bild.de. Denn so sieht die Praxis real aus, 2 Mbit pro Sekunde. Theorie hin oder her. Noch „praktischer“ ist die LTE Technik dann, wenn viele Bewohner im ländlichen Raum gleichzeitig Daten aus dem Internet „saugen“. Die „praktische“ Geschwindigkeit sinkt dann in der LTE Funkzelle mit jedem neuen Benutzer. DSL-Niveau ist wohl etwas Anderes. Also sehr praktisch, die Theorie von 100Mbit pro Sekunde. Die Kosten für einen T-LTE Anschluss sind momentan nicht bekannt.

Update 28. November 2010: Telekom veröffentlicht LTE Tarif

 

Die Deutsche Telekom will ähnlich den Konditionen ihrer DSL Anschlüsse auch Tarife im LTE Segment anbieten.

 

Angelehnt an das Produkt „Call & Surf“ wird es für monatlich 39,95 Euro das Angebot „Call & Surf via Funk“ geben. Dieser Tarif soll ab April 2011 angeboten werden. Obwohl theoretisch bis zu 50 Mbit/s möglich sein sollen, werden sich die Kunden der Telekom laut „heise.de“ mit 3 Mbit/s begnügen müssen.

LTE Vodafone

Vodafone verspricht hier wesentlich mehr Tempo: Je nach Tarifmodel soll das LTE Netz Download Geschwindigkeiten immerhin bis zu 50 Mbit/s liefern. Sofern 10 Kunden gleichzeitig im Internet laden sollten, läge das Tempo immer noch bei rasanten 5 Mbit/s Brutto Datenrate. Vergleichbar wäre das mit einem DSL-6000 Anschluss. Die Frage ist grundsätzlich, genau wie bei UMTS, wie viele Kunden befinden sich einer Zelle wenn diese im ländlichen Raum theoretisch bis zu 100 Quadrat Kilometer groß sein kann?

 

Kosten für diesen Vodafone Anschluss: zwischen 69.99 Euro und 72,49 Euro mtl. (Stand September 2010) mit 24 monatiger Vertragsbindung und 30 Gbyte Volumen.

Update 30. Januar 2011

 

LTE Tarife Vodafone

 

LTE 3,6 Mbit/s für 29,99 €/Monat

LTE mit bis zu 3,6 Mbit/s Download und bis zu 720 kBit/s Upload.

Enthält 5GB Inklusivvolumen.


LTE bis zu 7,2 Mbit/s für 39,99 €/Monat

LTE mit bis zu 7,2 Mbit/s Download und bis zu 1,4 Mbit/s Upload.

Enthält 10GB Inklusivvolumen.


LTE bis zu 21,6 Mbit/s für 49,99 €/Monat

LTE mit bis zu 21,6 Mbit/s Download und bis zu 5,7 Mbit/s Upload.

Enthält 15GB Inklusivvolumen.


LTE bis zu 50 MBit/s für 69,99 €/Monat

LTE mit bis zu 50 Mbit/s Download und bis zu 10 Mbit/s Upload.

Enthält 30GB Inklusivvolumen.

 

Mindestvertragslaufzeit jeweils 24 Monate.

LTE O² - Telefónica o2 Germany

Der Mobilfunkprovider O2 hat ebenfalls Frequenzen im 800 Mhz Bereich erworben. Ein Tarif Model liegt momentan noch nicht vor. (09.2010)

LTE E-Plus

Ein LTE Netz von E-Plus wird es in naher Zukunft nicht geben, da dieser Mobilfunk Provider keine Frequenzen im 800 Mhz Band sein Eigen nennt. Der Provider hat allerdings angekündigt, LTE Frequenzen von anderen Netzbetreibern anmieten zu wollen. Ob und welche Tarife es geben wird ist momentan nicht abzusehen.

Digitale Dividende - Einnahmen für den Staat

Am 12. April 2010 versteigerte die Bundesnetzagentur unter anderem Frequenzen im Bereich des 800 MHz Fernsehbandes (Kanal 61 bis 69 analog und digital) sowie des 2,6 Ghz Bandes. Der Gewinn aus dieser Versteigerung fliest in das Bundesfinanzministerium und wird „Digitale Dividende“ genannt. In über sechs Wochen wurden nach 224 Versteigerungsrunden folgende Frequenzen versteigert.

 

Deutsche Telekom - 1,153 Mrd. Euro

→ Uplink 852 – 862 MHz / Downlink 811 – 821 MHz

Vodafone - 1,210 Mrd. Euro

→ Uplink 842 – 852 MHz / Downlink 801 – 811 Mhz

O² Telefonica - 1,212 Mrd. Euro

→ Uplink 832 – 842 MHz / Downlink 791 – 801 Mhz

LTE Verfügbarkeit - Long Term Evolution Ausbau